Alison Balsom - Identitätsfindung mit Haydn und Hummel

  • 21.09.2011
  • Porträt
  • Uschi Mohr
  • Ausgabe: 12/2008
  • Seite 36

Eindeutig ein Engelchen mit Trompete. Oder doch der Vamp? So richtig schlau wird keiner aus den Imagefotos, die von Alison Balsom kursieren. Mal sitzt sie als Nymphe in Weiß und ohne Schuh’ verträumt auf einer Fensterbank, mal blicken ihre Blauaugen knallhart über hautengem schwarzem Outfit direkt in die Kamera. Ja, was denn nun? Da scheint sich jemand noch nicht ganz selbst gefunden zu haben. Das täuscht. Die Engländerin ist keineswegs noch auf der Suche nach sich selbst. Mit ihren 28 Jahren ist sie bei sich angekommen. Allerdings erst jüngst in größeren Zusammenhängen, was ihre Kunst betrifft. Denn die wesentliche Erfahrung war bei der Einspielung ihrer neuesten CD zusammen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen: »Ich hatte plötzlich das Gefühl, ich DARF hier sein, es ist richtig.«

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