alfred reed - einer der leuchtendsten sterne

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • David C. McCormick
  • Ausgabe: 11/2005
  • Seite 16-17

Die Bläsermusik hat mit dem Tod von Alfred Reed am 17. September einen ihrer leuchtendsten Sterne verloren. Obwohl er ein perfekter Musiker mit einem breiten und schier unergründlichen Wissen in allen musikalischen Bereichen war, war Reed am besten als Komponist für und Dirigent von Blasorchestern in der ganzen Welt bekannt. Die renommiertesten Verlage gaben mehr als 250 von seinen Werken heraus, darunter viele Auftragskompositionen von bedeutenden akademischen Institutionen und professionellen Ensembles. Die höchst unübliche Bandbreite seines beruflichen Schaffens war in seiner Professur an der University of Miami ersichtlich: sie beinhaltete Musiktheorie, Komposition, Arrangement, Pädagogik, Dirigieren und seine Einrichtung eines Modellstudiengangs in Musik-Wirtschaft.

Reed wurde am 25. Januar 1921 in New York City als Sohn Wiener Eltern geboren – es war ein kultureller, gebildeter Haushalt voller Musik. Alfred sprach ausschließlich Deutsch, bis er in die Schule eintrat. Sein Vater, ein Gastronom inmitten des theatralischen und musikalischen Geschehens, kannte viele professionelle Musiker und arrangierte für den gerade elf Jahre alten Alfred eine Trompetenausbildung bei einem frisch pensionierten Trompeter der Metropolitan Opera, dem Alfred immer seinen hohen Standard in Sachen Aufführung, Geschmack und Empfindsamkeit für Klangfarben zuschrieb, die er zu Beginn als Unterscheidung zwischen Trompete, Kornett und Flügelhorn erfuhr.

 

« zurück