Alexander Wurz geht seinen Weg: Singend musizieren

»Die Melodie ist der singende Teil der Musik« hat Leonard Bernstein einmal gesagt. Dieser Satz hat Alexander Wurz wohl sehr beeindruckt. »Für mich passt er so gut zum Tenorhorn, zum Bariton, zum Eufonium. Ich war immer begeistert von den Möglichkeiten, mit diesen Instrumenten ›singend‹ zu spielen. War immer fasziniert davon, im warmen Klang und mit weichem Sound Melodien hervorzubringen, seien sie gelegentlich auch durchaus einmal etwas virtuos und fordernd. Meine Philosophie zu spielen versuche ich immer nach diesen Idealen auszurichten.«

Mit seinen gut 31 Jahren hat er sich bewusst und voller Überzeugung für eine Karriere als freier Solist mit einer Instrumentengruppe entschieden, die voll und ganz in der traditionellen Blasmusik beheimatet ist. Als Tenorhornist, Eufoniumspieler oder auch als Posaunist genießt er es derzeit, nicht nur im reinen Orchesterbetrieb die so wichtigen Mittelstimmen zu zelebrieren, vielmehr sucht die solistische Bühne. 1985 in Bühl (Baden-Württemberg) geboren, wurde sein Talent im heimischen Musikverein schnell offensichtlich und an Posaune, Tenorhorn und Schlagzeug gefördert.

Der Werdegang

An der Robert-Schumann-Hochschule für Musik in Düsseldorf studierte er bei Professor Eckhard Treichel, war von 2008 bis 2014 1. Tenorhornist im Luftwaffenmusikkorps 2 Karlsruhe und alsbald gern gesehener Gast und Solist in professionellen Formationen wie »Michael Klostermann und seine Musikanten« oder auch in sinfonischen Besetzungen von Polizei und Bundeswehr.

Besonders engagiert ist er derzeit im gerne und wohl auch nicht zu Unrecht so bezeichneten »erfolgreichsten Blasorchester der Welt«: Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten – Das Original. Ihre 60-Jahre-Jubiläumstour wurde ob des großen Erfolgs bis in den Sommer dieses Jahres verlängert. Allein im Jahr 2016 waren es schon über 60 Konzerte im In- und Ausland.

  • 29.03.2017
  • Szene
  • Renold Quade
  • Ausgabe: 4/2017
  • Seite 42-43

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