Aktiver Kinderschutz - Ein Thema für die Musik (3)

  • 21.01.2013
  • Praxis
  • Tim Wersig
  • Ausgabe: 2/2013
  • Seite 18-19

Nachdem im letzten Beitrag über die verschiedenen Formen einer Kindes­wohlgefährdung ge­schrieben wurde, sollen im ­Folgenden Möglichkeiten auf­gezeigt werden, eine mögliche Kindeswohlgefährdung zu erkennen.

Auswirkungen als Erkennungsmomente

Die im letzten Beitrag dargestellten Auswirkungen können Hilfestellung bieten, eine mögliche Kindeswohlgefährdung zu erkennen. Diese sollen nochmals zusammenfassend aufgezeigt werden: negative Beeinflussung der geistigen und schulischen Entwicklung (Fehlen der allgemeinen Konzentration, Motivation, Interesse und Lernbereitschaft), massive Ver­hal­tens­auffälligkeiten, gestörtes Bindungsverhalten (zum Beispiel gegenüber Betreuern, Jugendleitern, Ausbildern, die nicht Aus­löser sein müssen, dies aber spüren), Entwicklungsrückstände, psychosomatische Symptome (Einnässen, Hautkrankheiten etc.), psychiatrische Erkrankungen, Verhaltensauffälligkeiten (verbale Aggressionen, wenig Selbstvertrauen etc.), Hyperaktivität, unangebrachtes Sexualverhalten (nicht altersentsprechend, pervertiert), selbstverletzendes Verhalten (etwa Ritzen, Essstörung), Beschwerden im Genital- und Analbereich (Wunden, Geschlechtskrankheiten), Alpträume, gesundheitliche Be­einträchtigungen (Verwahrlosung, stark fehlende Körperhygiene), internistische Erkrankungen (zum Beispiel Diabetes, Herzschwäche), neurologische Störungen (zum Beispiel Morbus Parkinson, Epilepsie, Alzheimer-Demenz), Allergien, Verzögerung im körperlichen Wachstum sowie Rückstände in der motorischen Entwicklung.

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