60 Jahre Bundespolizei - Die Bundespolizei-Orchester – mehr als reiner Selbstzweck

  • 21.09.2011
  • Aktuell
  • Katja Brunk
  • Ausgabe: 4/2011
  • Seite 56-57

In den Fluren des Musikgebäudes ertönt fröhliches Gelächter. Aus den Überäumen erklingt hier eine Tonleiterstudie, dort eine schwierige Stelle aus dem aktuellen Konzertprogramm. Die Musiker des Bundespolizei-Orchesters München haben gerade Pause. Während der allmorgendlichen Probe herrscht gute Stimmung – sowohl bei den Musikern als auch bei Chefdirigent Stefan Weber, der das Orchester seit 2002 leitet. Geprobt wird gerade ein neues Konzertprogramm, denn dieses Jahr steht Großes bevor: Die Bundespolizei wird 60 – und das feiert sie natürlich mit ihren Orchestern.Dem ein oder anderen werden die Bundespolizei-Orchester noch unter dem Namen »Musikkorps des Bundesgrenzschutz« bekannt sein, doch 2005 wurden die drei ehemaligen Bundesgrenzschutz-Orchester an den Standorten München, Hannover und Berlin zu Bundespolizei-Orchester umbenannt. »Das hängt mit der Neuverteilung der Aufgaben der Bundespolizei zusammen«, erklärt Stefan Weber, der selbst – wie mittlerweile die meisten Musiker – kein Polizist ist. »Es kamen neue Aufgaben auf die Bundespolizei zu. Die Umbenennung war eine logische Folge, denn die Aufgaben, die wir als Bundespolizei wahrnehmen, sind mehr als Grenzschutz«, erklärt Stefan Weber. »Die Bundespolizei kontrolliert weiter im Grenzraum, allerdings wegen der Schengenzugehörigkeit aller Nachbarstaaten nun mobil und lageabhängig. Wir sind aber auch verstärkt an Bahnhöfen und Flughäfen präsent und sorgen dort für Sicherheit. Es wurde europäisiert, was man auch daran sieht, dass die Uniformfarbe von Grün auf Blau gewechselt hat.«

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