4-Schlägel-Akkord-Praxis - Yamaha präsentiert den neuen Workshop

Fast jeder Malletspieler kam oder kommt in seinem Musikerleben einmal in die Situation, ein kleines Liedchen vorzuspielen oder zu begleiten. Sei es im Freundes- oder Familienkreis (»Du bist doch Musiker, kannst Du uns nicht mal eben begleiten«) oder als Teil eines Ensembles oder einer Kapelle. Häufig bekommt man dabei einfach einen Zettel vorgelegt, auf der nur die Melodie und einige Akkordsymbole notiert sind. Die Aufgabe besteht nun darin, aus diesen Vorgaben etwas musikalisch Sinnvolles zu erstellen. Dieser Beitrag soll einige Hinweise dazu geben, wie dieses erreicht werden kann.

Ein »normaler« Akkord besteht bekannterweise aus drei Tönen einer Tonleiter, und zwar aus dem ersten, dritten und fünften Ton. Bei C-Dur sind das also zum Beispiel die Töne c, e und g <1>. Spielt man alle im Lied vorkommenden Akkorde in ihren Grundstellungen, klingt die Begleitung sehr sprunghaft und wenig geschmeidig. Schöner ist es, elegant von einem Akkord in den nächsten zu gleiten. Das erreicht man dadurch, dass man manche Akkorde in einer ihrer Umkehrungen spielt, was die Begleitung erheblich flüssiger erklingen lässt. Dass dabei nicht mehr automatisch der Grundton auch der tiefste Ton ist, ist nicht tragisch. Bei einer Gitarrenbegleitung ist es ja zum Beispiel auch nicht anders.

Altfrid M. Sicking wurde 1960 in Essen geboren, studierte zunächst klassisches Schlagzeug und hat sich danach auf das Jazz-Vibrafon spezialisiert. Er ist hauptsächlich mit der Band des Entertainers Götz Alsmann unterwegs, hat Lehraufträge am Seminar für Musikpädagogik der Universität Münster und an der Musikhochschule Münster. Seit vielen Jahren schreibt er zudem Workshops für die Zeitschrift »drums und percussion«.

Infos: www.amsicking.de

 

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Altfrid M. Sicking
  • Ausgabe: 7-8/2010
  • Seite 16-17

« zurück