25 Jahre Sinfonisches Verbandsblasorchester Markgräflerland

  • 30.09.2016
  • Szene
  • Alexandra Link
  • Ausgabe: 10/2016
  • Seite 42-45

Am 16. Oktober 2016 feiert das Sinfonische Verbandsblasorchester Markgräflerland sein 25-jähriges Bestehen mit einem besonderen Konzert: Alle drei bisherigen Dirigenten sind eingeladen, dieses Konzert vorzubereiten und zu dirigieren.

Die Dirigenten sorgen im Sinfonischen Verbandsblasorchester Markgräflerland für Beständigkeit. Während die Zusammensetzung der Musikerinnen und Musiker innerhalb dieses Projektorchesters immer mal wieder wechselt, prägen die Dirigenten das Orchester über eine lange Zeit hinweg. Wir haben den drei bisherigen Dirigenten Bernhard Volk, Hans-Peter Blaser und ­Helmut Hubov jeweils die gleichen Fragen gestellt:

Was ist für Sie die Besonderheit des Sin­fonischen Verbandsblasorchesters Markgräflerland?

Bernhard Volk: Es war damals mein erstes überregionales Oberstufen-/Höchststufen-/Auswahlorchester, eine tolle, freundliche und engagierte Atmosphäre, sehr nette Musiker, viel Spaß und Musizierfreude. Das Orchester hatte sich damals nicht aus Verbandsdirektive, sondern aus der Initiative einer Gruppe von engagierten Musikern gegründet. Diesen »Geist«, etwas aus eigenem Antrieb heraus zu erreichen, habe ich immer deutlich gespürt. Ich habe während meiner fünf Jahre, die ich das Orchester geleitet habe, sehr viel gelernt.

Hans-Peter Blaser: Das Sinfonische Verbandsblasorchester Markgräflerland ist ein leistungsfähiges Blasorchester, das sich der Pflege der konzertanten Blasorchesterliteratur verschrieben hat. Die Musikerinnen und Musiker suchen die Herausforderung. Sie möchten im VBO Literatur erarbeiten, die mit durchschnittlichen Blasmusikvereinen nicht gespielt werden kann. Das stellt für mich als Dirigenten eine Herausforderung und eine Chance dar, interessante Werke in kurzer Zeit konzertreif einstudieren und aufführen zu können. Das bereitet mir viel Freude.

Helmut Hubov: Ich denke, das ist zunächst die Begeisterung für das Musizieren und sicherlich auch das Erarbeiten von hochwertiger Literatur – mit einer Topbesetzung – auf höchstem Niveau. Dazu kommt die gute Kameradschaft und Zusammenarbeit in diesem Orchester.

Was prägte Ihre Zeit als Dirigent beim VBO?

Bernhard Volk: Wir haben uns zu Beginn sozusagen ausprobiert. Als wir mit der ersten Probenplanung begannen, wussten wir nicht, was aus dem Projekt, das sich damals noch »Markgräfler Verbandsblasorchester« nannte, werden würde. Und sehr unterschiedliche Projekte: Sommerkonzerte, in denen wir quasi ohne Probenarbeit »Best of Unterhaltungsmusik« gespielt hatten, Konzert mit einer Band, Konzerte mit Tänzern, CD-Aufnahmen, Uraufführungen, Rundfunkproduktionen beim SWR, Fernsehaufzeichnung »Sonntagskonzert« mit dem ZDF. Entwicklung des Orchesters vom Oberstufen- bis hin zum Höchststufen­­orchester.

Hans-Peter Blaser: Nach der Gründungsphase war es eine Zeit des Umbruchs. Neben dem Dirigentenwechsel fand auch ein Wechsel des ersten Vorstands statt. Diese Wechsel bedeuten in der Regel eine Veränderung der Zielrichtung und der Arbeitsweise. Das führte besonders im Vorstand zu einer gewissen Unruhe. Im Kontrast dazu stand die Arbeit mit dem Orchester. Das Klima während der Proben verlief harmonisch. Alle Musiker arbeiteten engagiert mit. So konnten wir viele interessante und bereichernde Werke gemeinsam erarbeiten und erfolgreich zur Aufführung bringen, was uns allen viel Freude bereitete.

Helmut Hubov: Ich kann das VBO noch immer genießen.

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