25 Jahre Akademische Bläserphilharmonie Wien: Grenzenlos

Foto: Amadeus Waldner

Die Akademische Bläserphilharmonie Wien feiert im Jahr 2019 ihr 25-jähriges Bestehen. Der Klangkörper bringt erfolgreich sinfonische Blasmusik in die weltberühmten Konzertsäle der Musikstadt Wien. 

Die Blasmusikszene in Wien

Die meisten von uns kennen Wien als Weltstadt der Musik. Hier komponierten Mozart, Beethoven und Haydn, genauso die Austropopstars Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich oder Weltstar Falco. Spitzenorchester wie die Wiener Philharmoniker, die Wiener Symphoniker oder das Radio-Symphonieorchester Wien tragen diesen Ruf in die Welt hinaus. Doch wer kennt die Blasmusikszene in Wien? Klein, aber fein gestaltet sie ihre Konzerte – und wird immer größer.  

All dies geschieht fernab von den großen Sälen, den großen Konzerthäusern und dem riesigen Zuschauerstrom. Oder etwa nicht? Es passiert doch immer häufiger, dass das eine oder andere Blasorchester an Orten wie dem Wiener Konzerthaus oder dem Wiener Musikverein musiziert und das Publikum mit Blasorchesterklängen vertraut macht. Eines dieser sinfonischen Blasorchester ist die Akademische Bläserphilharmonie Wien (ABW). 

Erstmals im November 2011 und zuletzt im Dezember 2015 führte die ABW im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins die »Grande Symphonie Funèbre et Triomphale« von Hector Berlioz beziehungsweise die 8. Sinfonie des US-amerikanischen Komponisten David Maslanka auf. 

Im Dezember 2019, gegen Ende des Jubiläumsjahres der ABW, wird das Orchester diese Bühne erneut betreten. Diesmal im Gepäck: die 2. Sinfonie »Odyssee« von Alex Poelman für sinfonisches Blasorchester und Chor sowie das Trompetenkonzert von Michael Mikulka. Als Solist konnte der internationale Trompetenvirtuose Thomas Gansch gewonnen werden. 

25 Jahre Geschichte sind geschrieben

Was aus dem Musikzug einer Pfadfindergruppe unter der Leitung von Tony Jagitsch 1975 seine Anfänge nahm, wurde 1994 nach dem Umzug von der Wiener Servitenkirche in das Atominstitut der Technischen Universität Wien (TU Wien) immer klarer. Seit den Anfängen wurde immer mittwochs geprobt, wurden Konzerte gegeben und erfolgreich an Wertungsspielen teilgenommen. 

Als jedoch 1994, vor 25 Jahren, unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Gert Vetter der Musikzug in das TU-Blasorchester (TUBLO) umgewandelt wurde, hat man damit eines der raren sinfonischen Blasorchester einer nicht-musikalischen Universität in Österreich aus der Taufe gehoben. Nach wenigen, bereits sehr erfolgreichen Jahren und der Umbenennung auf »Symphonisches Blasorchester der TU Wien« konstituierte sich das 70-köpfige Orchester im Jahr 2000 als Verein und wurde Mitglied des Wiener Blasmusikverbandes (WBV) sowie des Wiener Volksbildungswerkes (WVW). 

Musikalisch fortgesetzt wurde der Weg mit dem klaren Fokus auf konzertante und sinfonische Blasmusik. Dies ist auch optisch bemerkbar: Die Musikerinnen und Musiker der ABW treten nicht mehr in Tracht, sondern in schwarzer Konzertkleidung auf. 

Im Herbst 2003, nach dem Wechsel diverser musikalischer Leiter – und unter dem Obmann Michael Steinlechner –, wurde der Beschluss gefasst, den Namen des Orchesters unter Beibehaltung der grundlegenden Ausrichtung auf »Akademische Bläserphilharmonie Wien« zu ändern. Neben den traditionellen Winter- und Sommerkonzerten stellte sich die ABW bis zum Jahr 2014 unter ihren Dirigenten auch regelmäßig Konzertwertungen.

  • 05.02.2019
  • Szene
  • Sonja Equiluz
  • Ausgabe: 2/2019
  • Seite 41-43

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