Dauerhaft eine saubere Sache - Heyday’s Langzeit-Anlaufschutz »silver protection«

  • 29.09.2011
  • clarino.test
  • Martin Hommer
  • Ausgabe: 10/2011
  • Seite 22-23

Versilberte Instrumente sind Geschmackssache. Manche schwören auf den hellen und klaren Klang, den das edle Finish mit sich bringen soll. Andere wiederum behaupten, dass die ganze Klang-Sache eine Erfindung der Oberflächen-Industrie sei. (Tatsächlich gibt es Tests, die genau das belegen sollen!) In einem sind sich aber alle einig: Versilberte Instrumente sind schlecht zu putzen. In clarino. print 10/2010 konnten wir diesem Vorurteil schon mit Heyday’s »clean silver & gold« entgegentreten. In dieser Ausgabe sollen die Skeptiker nun endgültig von der neuen Reinigungsfreundlichkeit von versilberten Oberflächen überzeugt werden. Denn mit »silver protection« währt der neue, leicht erreichbare Glanz von Silberinstrumenten auch noch viel länger als bisher!

Es war ein Kreuz mit den versilberten Instrumenten: Solange sie im Koffer liegen, sind sie so schön. Und kaum nimmt man sie in die Hand, sind Fingerabdrücke drauf. Und nicht nur das: Dann läuft die Versilberung rund um die Abdrücke auch noch an. Kurz darauf läuft auch der Rest der Versilberung an – immerhin sind dann die Fingerabdrücke auch schon egal. Aber man kauft sich ein versilbertes Instrument ja auch wegen der Optik. Und dann sollte es doch nach Möglichkeit auch schön glänzen!

Silber abrubbeln?

Um dies zu erreichen, hatte man immer zwei Möglichkeiten: ein Silberputztuch oder ein »richtiges« Reinigungsmittel. Beim Silberputztuch ist das Problem, das das Material zwar schnell wieder glänzt, aber auch schnell wieder anläuft. Und dann ist diese Methode eine mechanische. Will sagen: Mit dem Gerubbel geht auch Silber verloren. Es kann allerdings auch nicht der Sinn der Sache sein, dass dann irgendwann das Messing oder Goldmessing unter der Versilberung zum Vorschein kommt. Das »richtige « Putzmittel war bislang eine (meist) ölbasierte Paste, die den Belag löst und dann mühsam abpoliert werden kann – mit dem Ergebnis, dass das Silber zwar wieder silbrig glänzt, aber die Hände schwarz sind. Auch das ist keine wirklich befriedigende Lösung.

Schnell und sauber

Mit Heyday’s »clean silver & gold« besteht dieses Problem nicht mehr, weil der Belag nicht einfach nur gelöst wird, sondern der chemische Prozess umgekehrt wird, der dazu führt, dass sich die Oberfläche der Versilberung verfärbt. So geht das Putzen schnell und die Hände bleiben sauber. Wer schon einmal ein versilbertes Instrument geputzt hat, weiß, dass dieser Vorteil nicht hoch genug einzuschätzen ist.

Das Problem des Wiederanlaufens bleibt natürlich auch mit dem »Wunder-Putzmittel « aus Heyday’s Fabrikation. Um dieses Problem zumindest weitgehend einzudämmen, bietet der Hersteller jedoch ein weiteres Produkt an: Heyday’s »silver protection«. Dabei handelt es sich um eine extrem dünne (ca. 25 nm), glasklare Beschichtung, die, auf das Instrument aufgetragen, den Glanz der Versilberung nach dem Putzen erhalten soll.

Die Wirkstoffmoleküle in der Lösung gehen beim Auftragen eine echte chemische Bindung mit der Silberoberfläche ein und verbinden sich darüber hinaus auch noch untereinander. Dadurch sind alle Stellen der Oberfläche, an denen sonst die unerwünschten Schwefel- und Chlorverbindungen andocken würden (und das Anlaufen verursachen), blockiert und es entsteht eine sehr dünne und widerstandsfähige Beschichtung.

Reinigen, versiegeln – fertig

Die Anwendung ist denkbar einfach: Bevor die wasserähnliche, fast geruchlose Lösung mit einem sauberen Tuch aufgetragen wird, muss die Oberfläche gründlich gereinigt werden. Erstens muss natürlich nur ein poliertes Instrument geschützt werden. Zweitens braucht der Anlaufschutz eine blanke Silber ober fläche zum Anbinden. Für die Vorreinigung bietet sich natürlich Heyday’s »clean silver & gold« in der Kombination an. Neue oder noch richtig blanke Instrumente sollten zumindest mit den »preclean« Tüchern entfettet werden. Nach dem ersten Auftragen von »silver protection« lässt man das Instrument fünf Minuten trocknen, bevor man die Prozedur wiederholt – aus Sicherheitsgründen, damit wirklich alles erreicht ist.

Danach wiederum muss das Instrument 15 Minuten trocknen, bevor die Beschichtung mit einem weichen, fusselfreien Tuch leicht nachpoliert wird. Das Ergebnis ist verblüffend. Die Oberfläche bekommt nach der Behandlung mit »silver protection« eine weiche, sehr angenehme Haptik. Das Instrument fühlt sich sehr gut an, man kann den Schutzfilm, der sich über das Metall gelegt hat, zwar nicht sehen, aber direkt fühlen. Durch die glatte Oberfläche lassen sich Fingerabdrücke und Schmutz extrem leicht abwischen und Wasser perlt geradezu ab. Und: Auch bei mehrmaligem Anfassen des Schutzfilms lässt das angenehme Gefühl nicht nach. Der Schutzfilm kann also offenbar nicht so einfach abgegriffen werden. Dennoch empfiehlt Heyday’s, die Versiegelung bei ständigem Gebrauch alle sechs Monate zu wieder holen. Übrigens: Durch die Behandlung können nach Angaben des Herstellers sogar Pro- bleme durch Silberallergien gemindert werden, weil die Versiegelung natürlich auch die Haut vor den Silberpartikeln schützen kann. Heyday’s »silver protection« ist nicht nur für Blechblasinstrumente geeignet, sondern auch für Querflöten oder etwa versilberte Klarinettenmechniken.

Fazit: Endlich gibt es eine Lösung, Silber wirklich wirksam und lang anhaltend vor dem Anlaufen zu schützen und endgültig keine Ausreden mehr, die gegen ein versilbertes Instrument sprechen. Einen Stresstest haben wir nicht gemacht, werden aber in ein paar Monaten an dieser Stelle auf jeden Fall über unsere Langzeiterfahrungen berichten.

Infos: www.heyday-s.com

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