Peter Lehel hat das letzte Wort

  • 23.05.2018
  • Das letzte Wort
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 5/2018
  • Seite 72-73

Saxofonist, Bassklarinettist, Komponist und Arrangeur Peter Lehel arbeitet mit sehr vielfältigen, die Grenzen der Genres überschreitenden Formationen. Große Beachtung finden seine Kompositionen für Jazzsolisten mit Kammerorchester und mit Streichquartett. Warum er sich manchmal selbst googelt, wieso er sauer auf den Karlsruher SC ist und wen er zuletzt um ein Autogramm gebeten hat erfahren Sie in unserem Interview.

Wann war das letzte Mal, dass Sie sich gewünscht haben, Orgel gelernt zu haben?

Ich denke jeden Tag, dass ich sehr gerne sehr gut Klavier spielen können möchte. Orgel genieße ich als Begleitinstrument.

Wann war das letzte Mal, dass Sie »so richtig« Urlaub gemacht haben?

Musik ist immer im Kopf. Ich schaffe es ganz gut, generell den August jedes Jahr freizuhalten.

Wann war das letzte Mal, dass Sie jemanden um ein Autogramm gebeten haben?

Vor einigen Monaten bat ich die Autorin Zsuzsa Bánk um eine Widmung.

Wann war das letzte Mal, dass Sie Tai­wanesisch gegessen haben?

Da ich gerade mit dem Peter Lehel Quartet in Taiwan auf Tour war, liegt das nur ein paar Tage zurück.

Wann war das letzte Mal, dass Sie sich wünschten, in einer anderen Zeit/Epoche geboren worden zu sein?

Manchmal würde ich gerne einen Zeitraum abdecken, um Bach, Debussy, Béla Bartók, Jim Morrison, Charlie Parker, John Coltrane u. v. a. persönlich treffen zu können.

Wann war das letzte Mal, dass Sie sich selbst gegoogelt haben?

Wenn eine neue CD erscheint, schau ich, ob sie überall ordentlich gelistet ist.

Wann war das letzte Mal, dass Sie in Budapest gesungen haben?

Na ja, in der Öffentlichkeit singen geht allen­falls mit dem Saxofon oder in der Karaokebar in Korea.

Wann war das letzte Mal, dass Sie gegen oder für etwas demonstriert haben?

Vermutlich als der Jazzstudiengang in Stuttgart geschlossen werden sollte.

Wann war das letzte Mal, dass Sie einen Blechbläser beneidet haben?

Wirklich noch nie!

Wann war das letzte Mal, dass Sie von ­einem Studenten mehr gelernt haben als der von Ihnen?

Es gibt immer Momente, in denen man sich bei der Arbeit mit Studenten hinterfragt.

Wann war das letzte Mal, dass Sie in einem Blasorchester mitgespielt haben?

Vor einigen Wochen spielte das FineFones Saxophone Quartet mit dem Sinfonischen Blasorchester Mittelbaden.

Wann war das letzte Mal, dass Sie eine Schreibblockade hatten?

Noch nie!

Wann war das letzte Mal, dass Sie ein Spiel des Karlsruher SC angeschaut haben?

Als der KSC knapp an der Relegation in die Bundesliga am HSV gescheitert ist.

Wann war das letzte Mal, dass Sie so richtig sauer waren?

Als der KSC knapp an der Relegation in die Bundesliga am HSV gescheitert ist.

Wann war das letzte Mal, dass Sie gehört haben, Jazz sei nichts für Kinder…?

Wahrscheinlich jedes Mal, wenn wir irgendwo Jazz für Kinder spielen.

Über Peter Lehel

Der Saxofonist, Bassklarinettist, Komponist und Arrangeur Peter Lehel studierte an den Musikhochschulen in Stuttgart und Budapest Jazz- und Popularmusik und absolvierte sein Konzertexamen mit Auszeichnung.

Er arbeitet als Musiker und Komponist sowohl mit angesehenen Jazzmusikern und international renommierten Ensembles. Als Arrangeur ist er unter anderem für Paquito D’Rivera und für das »Trio di Clarone« um die Klarinettisten Sabine und Wolfgang Meyer tätig.

Große Beachtung finden seine Kompositionen für Jazzsolisten mit Kammerorchester und mit Streichquartett. Als Solist und als Komponist arbeitet Peter Lehel mit verschiedenen Orchestern zusammen. Von 2012 bis 2015 übernahm er die künstlerische und konzeptionelle Beratung des neu gegründeten Bläserfestivals Big Sounds in Böblingen.

Peter Lehel verfügt über eine sehr reichhaltige Diskografie mit sehr vielfältigen, die Grenzen der Genres überschreitenden Formationen und CD-Produktionen wie »Pipes and Phones« und »SaltaCello«. Er unterrichtet an der Hochschule für Musik Karlsruhe die Fächer Jazz, Improvisation, Harmonielehre, Bigband, Jazzensemble und Saxofon.

www.peterlehel.net

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