Mal konkret: Tipps zu Stephen Melillos "O Come Holy Night!"

Kinder und auch Erwachsene sehnen sie herbei, die "Heilige Nacht", und jeder freut sich auf seine eigene Art und Weise auf diesen Abend und an diesem Abend. Herrscht nicht eine ungeheuer positive Spannung am "Heiligen Abend" in einem jeden von uns?

Die Idee zu "O Come Holy Night!"

Einen sehr persönlichen Einblick in die Gefühle, die Stephen Melillo in dieser Zeit beschleichen, gibt er uns mit seiner Musik. Hier zudem auch noch mit einer Erklärung: "Meine ersten Töne auf der Trompete spielte ich in der kleinen Kapelle der Corpus-Christi-Kirche in Port Chester im Bundesstaat New York. Unsere Weihnachtskonzerte musizierten wir in unseren Schuluniformen und es war immer etwas Besonderes für uns. Nach diesem magischen Konzertabend verließen wir die Kirche, schauten in den Himmel und fühlten, dass die ersten Schneeflocken des Winters bald unsere Wangen küssen würden. Oft fanden diese Konzerte an meinem Geburtstag statt, dem 23. Dezember. Schwer mit Worten zu beschreiben, mein spezielles und persönliches Gefühl bei diesen Weihnachtskonzerten. Aber in der Mitte von Aufregung, Spektakel, großer Festlichkeit, gutem Willen und dem Gefühl des Triumphs – da war immer 'Stille Nacht, heilige Nacht'."

Der Komponist Stephen Melillo

Stephen Leonard Melillo wurde am 23. Dezember 1957 in Port Chester geboren, etwa 50 Kilometer von New York City entfernt. Seine Werke zieren stets das Datum ihrer Fertigstellung und die Bemerkung, dass sie zur Ehre Gottes, IGNA (In Gods Name Always), geschrieben sind. Seinem umfangreichen Schaffen für großes Blasorchester verleiht er aus Überzeugung den Überbegriff "stormworks".

Seine "Stürme" erzählen häufig von Leid, Dunkelheit, Bedrohung und wollen dabei aber gleichzeitig immer das Bedürfnis nach Erlösung, Licht, Freiheit und Frieden ausdrücken. Das Publikum soll Melillos Werke nicht nur hören, sondern auch, im wahrsten Sinne des Wortes, "erleben".

Die Aussagen seiner sehr persönlichen, durchaus eigenwilligen und in dieser Ausprägung wohl mit Alleinstellungsmerkmal versehenen Musikerphilosophie lassen sich nicht auf bestimmte politische oder religiöse Richtungen reduzieren. Er ist schlicht und ergreifend "engagiert" und "aufgewühlt" und schreibt auf seiner Homepage unter anderem: "Große Musik schafft die Vergangenheit neu, erkundet das ewig Gegenwärtige und bewirkt, dass sich bald neue Abenteuer für die Menschheit entfalten."

Fazit des Autors

Der Weg zu Weihnachten, durchaus einmal anders gedacht. Das "Weihnachtsgefühl" der Menschen ist definitiv etwas sehr Persönliches. Ich mag es grundsätzlich eher traditionell und beschaulich. Für mich ist Religiosität, Besinnung und Zur-Ruhe-Kommen ein wichtiger Aspekt in dieser Zeit.

Doch auf dem Weg dahin komme auch ich am "Leben" nicht vorbei und genieße, ganz menschlich, die eine oder andere Nebenerscheinung, die es zudem schafft, den Menschen zum Fest der Liebe Freude zu bereiten.

"O Come Holy Night!" würde für mich eindeutig mit dazugehören. Es ist nicht die in unseren Breiten oft zu Recht beklagte amerikanische Verkitschung oder die ebenfalls allgemein zu beklagende übertriebene Kommerzialisierung. Das Werk ist Ausdruck von starken Gefühlen auf dem Weg zu einem wunderbaren Fest.

Hier finden Sie eine Aufnahme von Melillos "O Come Holy Night!"

  • 03.11.2016
  • Tipps & Praxis
  • Renold Quade

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