Eliana Burki hat das letzte Wort

  • 03.06.2016
  • Das letzte Wort
  • Klaus Härtel

Die CLARINO-Serie "Sie haben das letzte Wort" ist zwar in Interview-Form gehalten, sie soll aber einmal andere Fragen beinhalten, als man sie aus "normalen" Interviews kennt. Durch ungewöhnliche und nicht alltägliche Fragen will die Redaktion Neues vom Künstler erfahren. Die Fragen beginnen immer gleich. Wir sind gespannt auf nicht immer gleiche Antworten…

Wann war das letzte Mal, dass Sie gewünscht hätten, einen "ordentlichen Beruf" erlernt zu haben?

Glücklicherweise hatte ich dieses Gefühl noch nie!

Wann war das letzte Mal, dass Sie "so richtig" Urlaub gemacht haben?

Urlaub verbinde ich immer mit meinen Tourneen, ich hatte kürzlich ein Konzert in Abu Dhabi, danach in Neapel. Ich habe dann jeweils noch zwei Tage verlängert – um ein wenig Sonne zu tanken.

Wann war das letzte Mal, dass Sie jemanden – in Los Angeles einen Filmstar? – um ein Autogramm gebeten haben?

Ich bin nicht die Person, die um Autogramme fragt oder Fotos macht. Vor einem guten Jahr war ich bei Leonardo di Caprio zu einem BBQ eingeladen. Ich finde die Erinnerung, dass ich mit ihm im Garten gesessen bin und über die Welt philosophiert habe, viel schöner.

Wann war das letzte Mal, dass Sie sich gewünscht hätten, in einem Spielfilm mitzuspielen? Welcher war das?

Also wenn ich bei dem neuen James-Bond-Film angefragt worden wäre, hätte ich dies sicherlich mit großer Freude entgegengenommen.

Wann war das letzte Mal, dass Sie sich selbst gegoogelt haben?

Hab ich noch gar nie gemacht, aber probiere es gleich mal aus...

Wann war das letzte Mal, dass Sie in einem Sinfonie- oder Blasorchester mitgespielt haben?

Letzten August in Berlin mit dem Sinfonieorchester aus Luzern. Ich liebe es, mit großen Orchestern zu spielen und in den Sound einzutauchen.

Wann war das letzte Mal, dass Sie so richtig sauer waren?

Seit ich so viel Yoga praktiziere, bin ich immer in einer guten Balance. Sauer werde ich nie, vielleicht wird meine Stimme etwas lauter, aber sonst bin ich wie gesagt ziemlich relaxt.

Wann war das letzte Mal, dass Sie sich über die Unterschiede von Schweizern und US-Amerikanern gewundert haben?

Immer wieder. Ich finde den Mix aus US-Amerikaner und Schweizer perfekt…

Wann war das letzte Mal, dass Sie genremäßig den Überblick verloren haben?

Den verliere ich nie!

Wann war das letzte Mal, dass Sie ein Restaurant verlassen haben, weil die Musik so schlecht war?

Auf der Hochzeit meiner Cousine. Die hatten einen Alleinunterhalter gebucht und der hat so schlecht gesungen und sein Klavier gespielt, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe.

Wann war das letzte Mal, dass Sie wünschten, in einer anderen Zeit/Epoche geboren worden zu sein?

Gerade gestern. Ich hätte gerne die Hippiezeit miterlebt! So nach dem Motto: Peace and Love!

Wann war das letzte Mal, dass Sie sich an einen Tipp von Hans-Jürg Sommer erinnert haben?

Das kommt immer wieder vor, wenn ich auf der Bühne stehe.

Wann war das letzte Mal, dass Sie jemandem die korrekte Handhabung eines Alphorns erklären mussten?

Gerade vorgestern, als ich einen Workshop für Kinder gegeben habe.

Wann war das letzte Mal, dass Sie Karaoke gesungen haben?

Auf meiner Japantournee vor zwei Jahren. Das war unglaublich spaßig.

Über Eliana Burki

Die Alphornistin Eliana Burki, 1983 in der Schweiz geboren, gehört zu den international erfolgreichsten Vertreterinnen ihres Fachs. Konzerttourneen haben sie über Europa hinaus unter anderem durch die USA, Südamerika sowie den Nahen und Fernen Osten geführt – und zur begehrtesten Botschafterin des Schweizer Nationalinstruments gemacht. Sie erschließt dem Alphorn ein neues Repertoire. Jazz und Funk haben darin ebenso Platz wie volksmusikalische Einflüsse aus den Ländern, die sie bereist.

Burki war vierjährig, als ein Alphorn-Ensemble am Ziel eines Radrennens ihre Leidenschaft für das Instrument entfachte. Zwei Jahre später überzeugte sie den Solothurner »Alphornpapst« Hansjürg Sommer, sie als seine einzige Schülerin aufzunehmen. Bald schon trat sie zum Eidgenössischen Jodlerfest an: ein vielbeachtetes Trachtenmädchen unter gestandenen Männern. Als Burki aber an einem späteren Jodlerfest einen Blues spielte, fiel sie bei der Jury durch. Sie hatte mit dem Stück gegen die traditionellen Normen verstoßen.

www.eliana-burki.com

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