5 Fragen an... Marco Pütz

1. Wer sind Sie und wo kommen Sie her?

Mein Name ist Marco Pütz und ich komme aus Luxemburg, einem kleinen Land mit einer sehr großen Blasmusik-Tradition. So kam auch ich durch unser heimisches Blasorchester in Kontakt mit der Musik. Meine sehr musikalische Mutter hatte allerdings bereits vor dieser Zeit große Vorarbeit geleistet, indem sie mir unzählige Lieder beibrachte, die wir dann oft zusammen vortrugen.>

2. Warum sollte jemand Komponist werden? Warum sind Sie es geworden?

Ich glaube, man "wird" nicht Komponist, sondern man ist es oder man ist es nicht. Den Drang zu komponieren, oder ? als dreijähriger Junge ? etwas an mir bekannten Liedern zu ändern oder mir zum Beispiel einen neuen Schluss zu erdenken, gab es schon immer. Dann kam später die Schule, das Studium ? da bleibt einfach keine Zeit zum Komponieren übrig. Aber bereits gegen Ende des Studiums konnte ich dann so richtig loslegen ? es war wie eine Befreiung.

3. Welches Werk der Geschichte hätten Sie gerne komponiert? Warum?

Die "Kunst der Fuge" von J.S. Bach, weil mit und durch dieses Oeuvre alles Wichtige gesagt wurde, für Generationen von Komponisten, über allen Genres und musikalischen Richtungen stehend. Eine wahre Inspirationsquelle!

4. Welches Musiker-Klischee ist Ihnen das liebste? Warum?

Dass Musiker gerne ausschlafen. Weil ich das ? wenn nur möglich ? allzu gerne selbst praktiziere.

5. Was wünschen Sie sich, was die Musikwelt in 20 Jahren über Sie sagen soll?

Wenn es dann überhaupt noch Interesse an meiner Arbeit gibt, wäre mir schon recht, wenn man sagen würde, ich hätte wenigstens versucht, die Blasmusik in eine etwas "förderlichere" Bahn zu lenken, das heißt möglichst weit weg von den bekannten "ufta-ufta"-Klischees. Fürwahr ein schwieriges Unterfangen, mit starkem Gegenwind, zum Teil aus den eigenen Reihen.

 

  • 25.10.2010
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