5 Fragen an... Isabelle Ruf-Weber

1. Wer sind Sie und wo kommen Sie her?

Mein Name ist Isabelle Ruf-Weber und ich wohne in der Nähe von Sursee, Luzern in der Schweiz.

2. Warum sollte jemand Dirigent werden? Warum sind Sie es geworden?

Meine pädagogische Ader konnte ich zuerst kurz als Lehrerin ausleben, bevor die Liebe zur Musik und die Freude am Arbeiten mit Menschen im Traumberuf Dirigentin zu einer Einheit wuchsen. Wer also seine künstlerische Ader, die Leidenschaft, Interpretationen zu entwickeln und die Freude am motivierenden Proben verbinden will, der sollte Dirigent werden.

3. Welches Werk der Geschichte hätten Sie gerne uraufgeführt? Warum?

Die Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 (Pathétique) von Peter Tschaikowski. Der Komponist selber schreibt, dass er in dieses Werk seine ganze Seele hineingelegt hat. Die Kraft dieser Sinfonie, die dichte Dramatik, die tiefe Leidenschaft, die flammenden, fast hysterischen Höhepunkte, die äußerst farbige Orchestrierung und das damals unübliche Ende mit dem düsteren, sterbenden Adagio faszinieren mich.

4. Welches Musiker-Klischee ist Ihnen das liebste? Warum?

Keine Klischees gefallen mir, weder in der Musik noch anderswo. Aber ich mag an den Musikern, dass sie empfindsame Seelen sind und sich zu außergewöhnlichen Leistungen hinreißen lassen. Die vielen Gespräche mit Musikern nach Proben und Konzerten sind für mich immer wieder eine Inspirationsquelle und geben tiefe Einblicke.

5. Was wünschen Sie sich, was die Musikwelt in 20 Jahren über Sie sagen soll?

Diese Dirigentin interpretiert wie eine weise Siebzigjährige, sieht aus wie eine Fünfzigjährige und hat diePower einer Dreißigjährigen!

 

  • 07.12.2010
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