Bläserklang im kaiserlichen Ambiente

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Breiteren Bevölkerungsschichten die Werke der Kunstmusik näher zu bringen, war schon immer eine zentrale Aufgabe der altösterreichischen Blasmusikkultur. Diese Tradition setzen die Innsbrucker Promenadenkonzerte, die vom 4. bis zum 29. Juli 2012 im Innenhof der kaiserlichen Hofburg in Innsbruck abgehalten werden, mit dreißig Konzerten und Orchestern aus Österreich, Italien, Tschechien, Deutschland, Schweiz, Frankreich und Holland fort. Gutes Wetter voraus gesetzt, werden zu den frei zugänglichen Konzerten wie schon in den letzten Jahren 50.000 Zuhörer erwartet.

Zum ersten Mal wird aus Frankreich, der Wiege der Bläsermusik, die während der Französischen Revolution entstand, das Luftwaffenorchester Bordeaux erwartet. Es wird am 18. Juli mit einer Militärmaschine in Innsbruck landen und am 19. Juli konzertieren. Mit über hundert Musikern wird auch das führende Holländische Blasorchester unter Jan Cober, die königliche Harmonie „Sainte Cécile“, an den Promenadenkonzerten teilnehmen. Aus Prag haben die Veranstalter das nationale Repräsentationsorchester „PragerBurgwache“ eingeladen. Als Ergänzung zu all jenen Ensembles, die zum inzwischen renommiertesten Bläserfestival Mitteuropas kommen, wird das Carl Michael Ziehrer Orchester unter Hans Schadenbauer authentische Wiener Geigenmusik erklingen lassen. Nicht zu vergessen ist auch ein Auftritt der überaus beliebten Brass Band Fröschl Hall, der Tiroler Brass Connection und des europäischen Blechbläserensembles, das vom ehemaligen Berliner Philharmoniker Thomas Clamor geleitet wird. Authentische Tirolität versprechen hingegen die angesehenste Volksmusikgruppe Österreichs, die Alt Matreier Tanzmusik.

Vom 4. bis zum 29. Juli werden jeweils um 19.30 bei Abendkonzerten und an Sonntagen um 10.30 bei Matineen 33 Orchester und Ensembles mit über 1.500 Musikern auftreten. Die Programme mit Kompositionen des 18. und 19. Jahrhunderts, vor allem jedoch der mittel- und osteuropäischen Unterhaltungsmusik, werden bei vielen Konzerten ergänzt durch ein Werk der klassischen Moderne und ein neues Werk des 21. Jahrhunderts. Damit soll die Veranstaltung vor einer zu gefälligen Musealisierung bewahrt bleiben.

Infos: www.promenadenkonzerte.at

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